Gehe zum Inhalt

Café Jahn scheint gerettet - Umzug in die Sparkassenfiliale Winzerla

Jena Winzerla. Kaffee Jahn 14.01.12
Jena Winzerla. Kaffee Jahn 14.01.12

Jena Winzerla. Freitag der 13. Januar war ein schwarzer Tag für Elke Jahn. Gemeinsam mit ihren Stammgästen räumte die Inhaberin des Cafés Jahn ihre Gaststätte im Columbus-Center aus. Ende des vorigen Jahres hatte die 49-jährige Gastronomin von den Center-Verantwortlichen in Berlin unverhofft die Kündigung erhalten. „Das war natürlich erstmal ein schwerer Schlag für mich“, sagt Elke Jahn. Immerhin betreibt sie ihr Café seit Mitte der 90er Jahre im Columbus-Center. Damals übernahm sie das Café Trinkler. Seit dieser Zeit führte die gelernte Kellnerin das Café.

Längst sind viele ihrer Gäste für sie eine zweite große Familie geworden. Man hält zusammen: in guten wie in schlechten Zeiten, wie es sich für eine Familie gehört. Als Beleg dafür mag der Auszug am 13. Januar gelten: Kurzentschlossen packten gut 30 der Stammgäste mit an, als das Café ausgeräumt werden musste. Doch wohin mit der Einrichtung? Auch für dieses Problem wusste einer der Gäste Rat: Er verfügt über ein leerstehendes Haus, das nun als Zwischenlager dient.

Elke Jahn verweist darauf, dass sie bereits innerhalb des Columbus-Centers umziehen musste. Auch damals packten die Gäste mit an. Nicht nur beim Umzug, sondern auch bei der anschließenden Renovierung der neuen Räume. Doch wie geht es nun weiter mit dem Café Jahn? Elke Jahn sagt, dass unverhoffte Hilfe vom Chef der Jenaer Sparkasse Martin Fischer kam. Fischer habe sie angerufen und ihr angeboten, mit ihrem Café in die Sparkassenfiliale am Flößerbrunnen einzuziehen.

Die Winzerlaer Wohnungsunternehmen hatten ihr signalisiert, dass sie nicht über geeignete Gewerberäume für ihr Café verfügen würden. Doch nun wird wohl alles wieder gut: Noch Ende Januar sollte der Mietvertrag unterschrieben werden. Elke Jahn freut sich auf das neue Café. „Wir werden gut 30 Quadratmeter mehr Fläche haben“, sagt sie. Nach dem Auszug aus dem Center hat sie die Umzugshelfer nachhause eingeladen, um sich mit einer kleinen Party zu bedanken. Eine größere Party soll es im April geben: Dann wird – wenn alles klappt – das Café Jahn wieder eröffnet. Seinen Namen wird es behalten und hoffentlich auch die vielen Stammgäste.

zurück zur Übersicht
Logo: Kofinanziert von der Europäischen Union Logo: Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden

ThINKA wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
Die Arbeit des Stadtteilbüros wird durch Städtebauförderungsmittel unterstützt.