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Dr. Helmut Stauche ist vielfältig ehrenamtlich aktiv

Jena Winzerla. Helmut Stauche
Jena Winzerla. Helmut Stauche

Jena Winzerla. Von Rentnern heißt es, sie hätten niemals Zeit. Wer sich mit Dr. Helmut Stauche unterhält, bekommt eine Ahnung davon, was dieser Spruch meint. Helmut Stauche, der in der Grünen Aue zwischen Ringwiese und Ammerbach wohnt, reitet seine zahlreichen Steckenpferde so intensiv, dass man sich wundert, wie er alles unter einen Hut bekommt. Aber der Reihe nach: Nach 41 Jahren an der Universität Jena ging Stauche 2011 in den Ruhestand und „ich fiel erstmal in ein tiefes Loch!“. Der studierte Physik- und Mathematiklehrer hatte zuletzt Empirische Forschung und Statistik am Institut für Erziehungswissenschaften gelehrt, einen Plan für den Ruhestand hatte er nicht. Die Lösung: Nach einem Gespräch mit der Seniorenbeauftragten der Stadt Gabriela Pippart „wärmte ich meine lange vernachlässigten Hobbies wieder auf“. Und allein die Vielfalt dieser Hobbies hat es in sich: Helmut Stauche spielt Akkordeon, schon als junger Mann war er zehn Jahre lang in einer Tanzkapelle aktiv. Zurzeit ist er dienstags beim Balkonsingen am Altenheim „Kleinertal“ zu erleben. Außerdem tritt er im Duo mit Volkmar Lindner (Gitarre) auf. „Voriges Jahr bestritten wir allein 13 Weihnachtsfeiern zusammen.“ Seit Jahren leitet Helmut Stauche ehrenamtlich Computer-Kurse in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Winzerla. „Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit dem Laptop“, sagt Helmut Stauche. Mit seinen Teilnehmern – die älteste wird dieses Jahr 80 – vertieft er sich in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und natürlich das Internet. Ganz praktisch werde zudem der Umgang mit ebay-Kleinanzeigen geübt, schließlich hätten die Teilnehmer viele Dinge, die sie gern abgeben möchten. Die technischen Kenntnisse bringt der 74-jährige Rentner auch in seiner Tätigkeit als Medienmentor ein. Unter Regie des Landesfilmdienstes Erfurt besuchen diese Mentoren vorwiegend ältere Menschen, um sie im Umgang mit Smartphone und Co. zu unterweisen.

Das dritte Hobby schließlich ist der Fremdsprachenunterricht. Dr. Helmut Stauche hat schon als Jugendlicher bei Verwandten in Ungarn die Landessprache gelernt, später durch Kontakte an der Universität wieder aufgefrischt. Nun lehrt er Ungarisch an der Volkshochschule in Jena. Woher er bei diesem Programm noch Zeit für seine Frau Franka, die beiden Kinder, vier Enkel sowie Haus und Hof findet – das bleibt sein Geheimnis!

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