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Halbzeit - Interview mit Friedrich-Wilhelm Gebhardt

Jena Winzerla. Interview FWG
Jena Winzerla. Interview FWG

Jena Winzerla. Der Ortsteilrat und der Ortsteilbürgermeister werden für fünf Jahre gewählt. Inzwischen ist die Legislaturperiode etwa zur Hälfte vorbei und wir baten Friedrich-Wilhelm Gebhardt um ein erstes Fazit.

Macht Ihnen die Arbeit noch Spaß?

Natürlich macht es mir Spaß, sonst hätte ich nicht kandidiert.

Was zeichnet die Arbeit als Ortsteilbürgermeister aus?

Die Arbeit des Ortsteilrates und meine Arbeit sollen sehr transparent sein. Es ist wichtig, dass unsere Entscheidungen für die Bürger nachvollziehbar sind. Jeder Bürger, der sich interessiert, kann kommen, kann sich einbringen. Wir nehmen Anregungen gerne an, setzen uns aber auch mit den Bürgern auseinander.

Wie fällt ihr persönliches Fazit aus?

Ich denke, die Ansprüche sind gewachsen. Ich bin fünf Tage die Woche unterwegs, setze mich für die Belange der Winzerlaer ein. Nächstes Jahr möchte ich manches auf breitere Schultern verteilen, sonst geht mir die Luft aus.

Wo sehen Sie die Erfolge ihrer bisherigen Arbeit?

Zu den Erfolgen gehört zweifellos, dass wir viel Geld für den Stadtteil hereinholen konnten, darunter Spenden und Lottomittel. Als Erfolg werte ich es zudem, dass wir Zusagen an die Bürger einhalten konnten, etwa bei dem „Huckel“ vorm „Hugo“. Auch haben wir Beschlüsse begleitet und durchgesetzt, als Beispiel sei die Ampel am Damaschkeweg genannt.

Sehen Sie die Bürgerinnen und Bürger hinter sich?

Im Großen und Ganzen ja. Aber es gibt Bürger, bei denen der Eindruck entsteht, dass nur geschimpft wird – da gehe ich nicht mit. Hingegen freue ich mich über sachliche Kritik.

Wie schätzen Sie allgemein die Bürgerbeteiligung ein?

Leider werden viele Bürger nur aktiv, wenn sie direkt betroffen sind oder sich betroffen fühlen. Ich denke hier etwa an die Garagenbesitzer oder die Diskussionen über die Flüchtlinge. Wünschenswert wäre es, wenn sich Bürgerinnen und Bürger stärker bei den Ortsteilratssitzungen einmischen würden. Aber vielleicht ist das ein Lernprozess, der einfach seine Zeit braucht. Sehr froh bin ich, dass wir ein Stadtteilbüro in Winzerla haben. Wir können vieles politisch anschieben, aber die inhaltliche Gestaltung läuft meist über das Stadtteilbüro. Sehr am Herzen liegen mir die Wünsche und Anregungen der Kinder im Stadtteil, die wir gern entgegennehmen und umzusetzen versuchen. Im neuen Jahr soll es deshalb eine Ortsteilratssitzung geben, zu der wir Kinder und Jugendliche einladen.

Was steht noch auf der Agenda?

Ich freue mich, dass die Winzerlaer Straße erneuert wird, das gehört zum Lärmaktionsplan, später kommt die Schrödingerstraße dran. Wenn die Goethe-Schule nicht mehr gebraucht wird, kann dort möglicherweise ein Stadtteilzentrum eingerichtet werden. Das liegt mir sehr am Herzen. Aktuell haben wir die Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Gärtner-Elektronik – gegenüber von Aldi – angeschoben. Wichtig ist mir auch, dass die Wohnungsunternehmen weiterhin Akzente in Winzerla setzen. Wir brauchen passende Angebote für Familien mit Kindern.

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