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Kein Verständnis mehr für Bolzplatzaktivitäten auf dem Gelände der Ganztagsschule Winzerla

Jena Winzerla. Bolzplatz
Jena Winzerla. Bolzplatz

Jena Winzerla. In der letzten Woche erhielten wir mehrere (wiederholte) Beschwerden von Anwohnern der Bertolt-Brecht-Straße 2-16. Grund sind die Bolzplatzaktivitäten fast rund um die Uhr. Die Geduld der Anwohner ist damit am Ende. Hier geht es vordergründig um gegenseitige Rücksichtnahme. Gebolzt wird nämlich auch außerhalb der vereinbarten Zeiten sowie Ruhezeiten, insbesondere am Sonntag.

Zum aktuellen Stand

Im Februar dieses Jahres wurden in einem Treffen mit Bewohnern, Vertretern der Stadtverwaltung und KIJ Lärmmessungen angekündigt. Mittlerweile wurden diese von KIJ und dem Umweltschutzamt durchgeführt. Die Ergebnisse sind eindeutig. Thomas Graf, Abteilungsleiter Schul- und Sportimmobilien von KIJ, schreibt, dass der „vorhandene Lärm-Grundpegel schon über dem zulässigen Wert für Wohnbebauung von 50 dB liegt, sich aber der Pegel bei intensiver Nutzung des Platzes noch um bis zu 3 dB erhöht.“ Das klingt nicht viel, bedeutet aber, eine Verdoppelung des Schalldruckes!

In der Konsequenz heißt das, Rückbau der Bande, so Graf. Doch das wird sich noch mehrere Wochen hinziehen. Was bis dahin auf alle Fälle bleibt, ist der Bolz-Lärm. Die Anwohner sind jedoch verzweifelt und können den Lärm, der wie „Kanonenschläge“ in den Wohnräumen wirkt, nicht mehr ertragen. Was nun? Die „Bälle“ werden sich nicht nur auf dem Bolzplatz zugespielt, sondern auch zwischen KIJ, Sozialplanung, Wohnungsunternehmen und Polizei.

Zum Teil ist den „Bolzern“ nicht bewusst, welche Auswirkungen ihr Spiel gegen die Bande hat. Die zurzeit diskutierte Ultima Ratio ist, sich bei der Polizei zu melden. Und das wiederum stößt den Bewohnern auf. Ein Teufelskreislauf.

Es sind genug der Worte gewechselt, mündlich wie schriftlich, jetzt muss wirklich gehandelt werden. Als Stadtteilmanager bleibe ich an der Sache dran und werde mich für eine geregelte Nutzung bis zum Rückbau der Banden einsetzen. Wir führen noch diese Woche Gespräche mit den Anwohnern, Streetwork, dem Kontaktbereichsbeamten (KOBB) und jenawohnen.

Die momentanen Nutzungszeiten:

Mo.-Sa.: 8-20 Uhr
So. und Feiertage: 9-13 Uhr und 15-20 Uhr

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