Nahverkehrsplan in der Diskussion – Bürgerversammlung am 28.01.14
Jena Winzerla. Der aktuelle Nahverkehrsplan sieht mit der Einführung der Linie 12, vom Stadtzentrum über die Schrödingerstraße nach Burgau, eine Verbesserung der infrastrukturellen Anbindung des Wohngebietes Winzerla vor. Hintergrund war damals die Möglichkeit, dass die Winzerlaer Bürger kürzere Wege zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und gleichzeitig eine verbesserte Anbindung zum Klinikum in Lobeda erhalten. Die Linie 12 wird seit ihrer Einführung gut angenommen. Und das ist gut so, denn im Falle einer Unterauslastung wäre diese im nächsten Nahverkehrsplan wieder gestrichen worden. Dennoch ist sie in der Diskussion. Im neuen Nahverkehrsplan, der von 2014 bis 2018 gilt, soll es nun eine sogenannte „verkehrliche Anpassung“ geben. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass die Linie 12 nur noch maximal bis zur Haltestelle „Winzerla“ fahren soll. Die Weiterfahrt nach Burgau sei betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll. Dabei stützt sich die Stadt Jena auf eine Untersuchung der ETC Transport Consultants GmbH aus Berlin. Eine der darin enthaltenden Kernaussage, auf die sich die Stadt Jena beruft ist: „Auf Maßnahmen mit wirtschaftlich nicht darstellbarem Kosten-Nutzen-Verhältnis wird verzichtet.“
Soziale Aspekte sind in der Untersuchung zum Nahverkehrsplan seitens der Stadt Jena nicht angedacht, so Michael Margull, Teamleiter Verkehrsplanung und Flächen. Es gehe grundsätzlich um die Senkung von Betriebskosten. Dennoch muss der Jenaer Nahverkehr den Ansprüchen der Nutzer gerecht werden. Für Winzerla muss es Lösungen geben, wie man ohne großen Aufwand weiter nach Burgau oder Lobeda z.B. ins Klinikum kommt. Eine Idee wäre, die Straßenbahnlinien 2 und 3 zusammenzuführen. Friedrich-Wilhelm Gebhardt untermauerte diese Forderungen mit einem Schreiben sowohl an die Stadtverwaltung als auch an den Jenaer Nahverkehr. Es kann nicht sein, dass nur (betriebs)wirtschaftliche Belange eine Rolle in der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes spielen.
Was genau geplant und möglich ist, dass wollen wir von den Verantwortlichen persönlich wissen. Daher laden wir Sie zu einer Bürgerversammlung am 28. Januar 2014 um 17 Uhr in die Aula der Gemeinschaftsschule Galileo in der Oßmaritzer Straße herzlich ein. Rede und Antwort stehen uns der Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker sowie der Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs Udo Beran.
Der Ortsteilrat und das Stadtteilbüro