Schillerschule: Öffnung Schulhof vom Tisch
Der Ortsteilrat und das Stadtteilbüro haben zur Bürgerversammlung am 15.03.12 in die Aula der Schillerschule eingeladen. Thema ist die Öffnung des Schulhofes ab 17 Uhr für die öffentliche Nutzung. Doch diesem Ansinnen stehen rund 50 Anwohner der Boegeholdstraße und Eltern entgegen. Vehement verwehren sie sich gegen die Öffnung. Die Bedenken sind begründet und nachvollziehbar, Verunreinigungen des Schulgeländes wie zum Beispiel mit Glasscherben stellen eine potenzielle Gefahrenquelle für die Grundschüler dar. Das ist aber der sogenannte Worst Case.
Konstanze Tenner, Sozialplanerin, und Stefanie Teichmann, die Bildungskoordinatorin der Stadt Jena halten dagegen und berichten von positiven Beispielen. Immerhin ist es nicht die erste Öffnung eines Schulhofes in Jena. Doch die Bürger wehren ab. Hinzu kommt der Lärm, den die Nutzer des Platzes verursachen könnten. Es reicht ihnen der Tageslärm im Schulbetrieb. Sie wollen ihren Balkon nutzen können und nicht vor dem Lärm in die Wohnung flüchten müssen.
Kristin Letsch, Leiterin des Freizeitladens, und Andreas Mehlich, Stadtteilbüro, erläutern als Nutzer der Räumlichkeiten an der Schillerschule nochmals die Situation. Schließlich ist die Öffnung des Schulhofes eine Notlösung. Nach 17 Uhr muss immer jemand die Nutzer am Tor rein- und rauslassen, wenn in den Räumlichkeiten, die für eine stadtteiloffene Arbeit an der Schillerschule vorgesehen sind, Projekte stattfinden. Und das ist keine zufriedenstellende Lösung, wenn der Projektleiter gleichzeitig als Schließdienst fungiert. Eine verfahrene Kiste!
Im Verlauf der zum Teil hitzigen Diskussion wird ein konstruktiver Vorschlag in die Runde gebracht: Die Installation eines Summers sowie einer Gegensprechanlage, mit Einbau einer Kamera an der Pforte. So ließe sich das Problem mit dem Schließdienst lösen. Zum Schluss der Veranstaltung wird sich auf diesen Konsens verständigt, der auch Folgekosten spart. Immerhin hängen an der Öffnung des Schulhofes Kosten für Bestreifung und Reinigung dran, die letztendlich die Stadt tragen muss.
Die Ergebnisse der Diskussion werden nochmals zur nächsten Ortsteilratssitzung am 4. April um 17 Uhr in der Aula der Schillerschule vorgestellt. Der Ortsteilrat wird dann auch ein Votum abgeben.