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"Singen macht Freude und tut der Seele gut"

Jena Winzerla. Chor 2009
Jena Winzerla. Chor 2009

Jena Winzerla. „Und im Chor, da geht’s uns bene, Ja im Chor, da geht’s uns gut“, so beginnt das Lieblingslied der Singegruppe aus dem Stadtteilbüro. Jeden Mittwoch treffen sich dort ab 14 Uhr sangesfreudige Damen, um gemeinsam zu singen, sich auszutauschen und auf eine Tasse Kaffee. „Unsere Gruppe besteht seit Anfang der 1990er Jahre“, sagt Roswitha Barth. Die 74-Jährige leitet die Gruppe und gibt beim Singen den Takt vor. Hervorgegangen ist die jetzige Gruppe aus dem Chor der Arbeitsloseninitiative „Ali“. Aktuell gehören zwölf Frauen dazu, die jüngste – Asta Kollatschny – ist 54, die älteste – Erika Adam – ist stolze 90 Jahre alt.

„Singen macht Freude und es tut der Seele gut“, sagt Gabriele Kaden, die schon lange dabei ist. Im Liederheft des Chores sind an die 300 Stücke verzeichnet, darunter viele Volkslieder wie „Und wieder blüht die Linde“ oder „Am Brunnen vor dem Tore“. Außerdem werden Lieder aus der DDR-Zeit gesungen wie „Unsre Heimat“, aber auch thematische Lieder zur Faschingszeit, zu Weihnachten oder im Frühling. Roswitha Barth sagt, dass prinzipiell a-cappella gesungen werde, eine musikalische Begleitung gebe es nicht. Das sei aber nicht immer so gewesen: Eine Zeitlang begleitete Christian Seidler vom Verein „Bildungslücke“ die Sängerinnen am Klavier.

Wer die Singegruppe einmal live erleben möchte, sollte den Nikolausmarkt besuchen. Auftritte gab es zudem immer zu den Sommerfesten im Stadtteil. Je nach Jahreszeit wird das Repertoire der Auftritte zusammengestellt, sagt Roswitha Barth. Und traditionell endet jeder Auftritt mit einem Kanon: „Wir mögen Bruder Jakob ebenso wie Lachend geht der Sommer oder Abendhimmel.“ Die Freude am gemeinsamen Singen überträgt die Gruppe auch regelmäßig an die Bewohner des Seniorenheimes „Kleinertal“. Immer mittwochs ab 10 Uhr geht eine Abordnung des Chores ins Heim, um dort mit den Bewohnern gemeinsam zu singen.

Sie seien eine verschworene Gruppe, sagt Roswitha Barth. Freude und Leid würden geteilt. Zweimal im Jahr gibt es einen Wandertag, außerdem feiern die Damen gemeinsam Fasching und Weihnachten. Aktuell wird eine zweite Alt-Stimme gesucht. Wer Lust an der Gemeinschaft und der Musik hat, kann gern einmal zum Probesingen vorbeikommen. Jeden Mittwoch ab 14 Uhr im Stadtteilbüro.

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