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Sparpläne in der Jugendhilfe sorgen für Proteste

Protest gegen Kürzungen
Protest gegen Kürzungen

Jena. Der Jenaer Stadtrat diskutiert neben der Erhöhung der Kitagebühren über Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit. Hintergrund ist eine Lücke im städtischen Haushalt. Am 18. Mai wurde in die Rathausdiele eingeladen, wo Politiker der im Stadtrat vertretenen Parteien über die potenziellen Kürzungen diskutierten.

Das Interesse war groß, der Saal übervoll. Auf der einen Seite saßen Vertreter der Koalitionäre aus SPD, CDU und Grüne, die die Kürzungen durchsetzen wollen. Die Koalition überlegt die ursprünglichen Kürzungen von 350.000 Euro auf 213.500 Euro abzusenken. Jörg Vogel (SPD) erklärte, dass Jena insbesondere bei der Schulsozialarbeit mehr leiste als anderswo in Thüringen. Da könne gespart werden. Die Opposition war durch die Linke, Bürger für Jena und Piraten vertreten. Die Linke vertritt den Standpunkt, die Aufwendungen der Kinder-und Jugendarbeit auf dem Ist-Stand zu belassen. Heidrun Jänchen (Piraten) verwies darauf, dass eine Einrichtung geschlossen werden könne. In der Diskussion wurde darauf verwiesen, dass steigende Zahlen von Kindern und Jugendlichen im Widerspruch zu den Kürzungsplänen stehen. Zudem fehle eine Bedarfsanalyse, die die Kürzungen inhaltlich untersetzt. Unzureichend beantwortet blieb, wo genau gespart werden soll. Was am Ende aus den Plänen wird, entscheidet der Stadtrat. Die Winzerlaer Einrichtungen „Hugo“ und Freizeitladen waren zur Podiumsdiskussion mit der gesamten Belegschaft und Jugendlichen dabei, um ihren Unmut kund zu tun. Michael Dietzel vom Freizeitladen: „Sollten in Winzerla Stellen eingespart werden, hielte ich dies für nicht gut, da hier ein Netzwerk gut arbeitet und geschwächt würde. Aufgrund der Kinderzahlen sehe ich einen eher steigenden Bedarf in der Kinder-und Jugendarbeit. Man sollte bedenken, dass sich jeder Euro den man hier spart in 5 Jahren rächen wird. Geld, das in die Jugendarbeit investiert wird, kommt zum Beispiel durch nicht straffällige Jugendliche wieder an uns alle zurück.“

Mehr Informationen unter www.jugendarbeit-jena.de

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