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Wenn der Sparberater klingelt…

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Jena Winzerla*_. Es klingelt, Sie öffnen und werden in ein Gespräch über ihre Telefonkosten verwickelt, das Sie gar nicht führen wollen. Oder Sie erhalten ein Schreiben, in dem Ihnen eine horrende Bonuszahlung versprochen wird, einfach so._

„Sie können nur sparen“, lautet die Botschaft der selbst ernannten „Sparberater“, die unangekündigt vor ihrer Haustür stehen. Verkauft werden z.B. günstige Tarife. Alles bleibt natürlich beim Alten, es wird nur eine Box dem Telefon vorgeschaltet und der Ärger beginnt. Wie sollte man sich in solchen Situationen verhalten, fragten wir Monika Guthknecht von der Verbraucherzentrale Thüringen. Frau Guthknecht rät, generell keine Haustürgeschäfte abzuschließen, weil die Überrumplungsgefahr zu groß ist.

Die Masche nach dem Motto „Sie können nur sparen“, indem z.B. mit dem Wegfall der monatlichen Grundgebühr beim Festnetzanschluss geworben wird, klingt verlockend. Der Verkäufer ist letztendlich an seiner Provision interessiert, nicht an ihren wirklichen Bedürfnissen. Neben der Telekommunikationsbranche sind Energieunternehmen an neuen Kunden interessiert und die nötigen „Sparberater“ schnell in die Spur geschickt.

So wird mit Bonuszahlungen zur Rente geworben. Die Post ist an Sie persönlich adressiert und Ihnen winkt ein großzügiger Bonus wie z.B. vom Finanzdienstleister „Dr. Schuster und Söhne“ oder einer Info-Zentrale mit einer Abteilung Abwicklung/ Benachrichtigung aus Bremen. Wenn etwas abgewickelt wird, dann ist das Ihre Gutgläubigkeit. Wenn Sie sich die Briefe genau ansehen, dann finden Sie keine Adressen, Namen oder Telefonnummern, nur ein Postfach. Das bedeutet, die Betreiber solcher Offerten sind nicht dingfest zu machen. Sie verstecken sich hinter dem Postgeheimnis. Damit können Sie Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen. Zum Beispiel einen Rentenbonus zur normalen Rente von 3.748 oder 4.663 Euro, in Abhängigkeit der Arbeitsjahre.

Letztendlich verbirgt sich dahinter eine Kaffeefahrt mit Verkauf von ominösen Produkten wie z.B. Herz-Kreislauf-Präparaten oder Nahrungsergänzungsmitteln, die dann gegen alles helfen und um die Hälfte billiger sind. Und so löhnt man dann per Vertrag 1.000 Euro, warnt Frau Guthknecht. Nun machen wir alle Fehler. Sollten Sie wider Erwarten in die Falle getappt sein, können Sie vom 14tägigen Widerrufrecht Gebrauch machen. Der Widerruf sollte dann per Einschreiben eingesendet werden.

Um dem Ganzen von vornherein zu entgehen, sollten Sie sämtliche Gewinnversprechen dem Papierkorb anvertrauen, empfiehlt die Verbraucherberaterin. Damit ersparen Sie sich eine Menge Ärger und vor allem Nerven. Unser Tipp: Bei Verbraucherfragen wenden Sie sich immer erst an die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Thüringen. In Jena befindet sich diese in der Unterlauengasse 5.

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Beratungsstelle Jena der Verbraucherzentrale Thüringen
Unterlauengasse 5

Di. 9-12 und 13-16 Uhr
Mi. 9-13 Uhr
Do. 10-13 und 14-18 Uhr
Fr. 9-12 Uhr

Tel.: (03641) 820955

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